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17. April 2019 – 17:00 |

Nachdem Sanierung und Verkauf der historischen Strandvillen in Deutschlands erstem Seebad mit großen Schritten vorankommen, wird Heiligendamm jetzt um einen kulinarischen Leuchtturm reicher: Pünktlich um zwölf Uhr mittags eröffnet Gründonnerstag das neue MEDINIS, das mit klassischer italienischer Küche auf höchstem Niveau aufwartet.

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Behörden stoppen Sanierung der Perlenkette

Gepostet von am 18. Oktober 2012 – 17:006 Kommentare

Erneut blockieren die Behörden die Sanierung der „Perlenkette“: Der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) von Anno August Jagdfeld wurden jüngst die Baugenehmigungen verweigert. Es liegt jetzt allein in der Hand der Politik, ob die historischen Strandvillen verfallen.

Die Verlängerung von Baugenehmigungen ist üblicherweise Formsache. Umso mehr war die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) von Anno August Jagdfeld überrascht, als jüngst der ablehnende Bescheid des Landkreises Rostock ins Haus flatterte: Die ECH ist damit daran gehindert, die sechs historischen Strandvillen an der Heiligendammer Promenade denkmalgerecht und originalgetreu zu sanieren. Begründung der Behörden: Durch die Insolvenz des benachbarten Grand Hotel Heiligendamm sei die vorgesehene Bewirtschaftung der in den Strandvillen entstehenden Eigentumswohnungen nicht mehr gewährleistet.

Das geht jedoch völlig an der Sache vorbei. Denn zwischen der ECH und der Stadt Bad Doberan, zu der Heiligendamm gehört, wurde vertraglich festgelegt,  dass das neu zu errichtende „Hotel Residenzen“ (vormals „Hotel am Meer“) die Bewirtschaftung übernimmt. So lange es das aber noch nicht gibt, sollen Hauswirtschaftsdienstleistungen, Garten- und Anlagenpflege etc. von einem Dritten übernommen werden. Das kann, aber muss nicht das Grand Hotel Heiligendamm sein. Das können auch andere Unternehmen aus der Region sein – zumal die Bewirtschaftung kein Hexenwerk ist, wofür nur ein einziges Unternehmen in Frage kommt. Völlig unverständlich ist das Nein der Behörden aber auch vor dem Hintergrund, dass das Grand Hotel ja auch in der Insolvenz weiterläuft und sich sicher über neue Aufträge freuen würde.

Erneut blockieren die Behörden die Sanierung der „Perlenkette“. Foto: Thomas Grundner

Die ECH hat gegen die auch rechtlich zweifelhaften Bescheide der Behörden Widerspruch eingelegt. Sollte ihnen aber nicht stattgegeben werden, so muss die ECH vor Gericht ziehen. Bis dort ein Urteil ergeht, vergehen mindestens zwei bis drei Jahre. So lange wäre die ECH bei der Perlenkette – mit Ausnahme der „Villa Perle“ – zum Nichtstun verdammt. Und die historischen Häuser wären dem Verfall preisgegeben.

Leider reiht sich das in eine seit Jahren betriebene Blockadepolitik ein, die vor allem aus Doberan kommt: Erst wurde der ECH das vertraglich vereinbarte Baurecht über Jahre verweigert, dann wurde ein Genehmigungsverfahren über mehr als ein Jahr verschleppt – und jetzt wurden die Baugenehmigungen nicht verlängert. Dabei ist es nur eine kleine Gruppe – sie stellt lediglich drei von 25 Abgeordneten in der Stadtvertretung  – , die es immer wieder schafft, mit Halbwahrheiten und Unterstellungen für Verunsicherung zu sorgen, so dass eine Mehrheit der Stadtvertreter im Zweifel lieber die rote Karte hebt. Warum sich sogar die Verwaltungsmitarbeiter das oft teilnahmslos anschauen und nichts dagegen tun, bleibt ihr Geheimnis. Dieselben Politiker aber beklagen stets lauthals, in Heiligendamm passiere zu wenig. Das ist ein Stück aus dem Tollhaus.

Klar ist: Geholfen ist mit dieser Politik niemandem. Land, Kreis, Stadt und ECH nehmen alle erheblichen Schaden, wenn es bei der Blockade bleibt. Es liegt leider nicht in der Hand der ECH, das zu ändern. Das allein kann jetzt nur die Politik, indem sie die Baugenehmigungen verlängert. Ansonsten schauen die Doberaner Bürger und alle, denen an einer guten Entwicklung des ersten deutschen Seebades gelegen ist, mal wieder in die Röhre.

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