ECH legt Untätigkeitsklage gegen den Landkreis Rostock ein

Es ist wie ein Schildbürgerstreich: Obwohl alle – allen voran die Politiker – damit unzufrieden sind, dass die historischen Häuser der Heiligendammer Perlenkette nicht saniert sind, ist es ausgerechnet die Politik, die diese Sanierung weiter verhindert. Die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) kämpft daher jetzt vor Gericht um ein Ende des Baustopps in Heiligendamm.

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Es ist wie ein Schildbürgerstreich: Obwohl alle – allen voran die Politiker – damit unzufrieden sind, dass die historischen Häuser der Heiligendammer Perlenkette nicht saniert sind, ist es ausgerechnet die Politik, die diese Sanierung weiter verhindert. Die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) kämpft daher jetzt vor Gericht um ein Ende des Baustopps in Heiligendamm.

Nachdem der Landkreis Rostock, unterstützt von der Stadt Bad Doberan und ihrem Bürgermeister Thorsten Semrau, im September 2012 den Sanierungsstopp (siehe „Behörden stoppen Sanierung der Perlenkette“) verhängt hatte, ist die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) sofort in Widerspruch gegangen. Drei Monate lang, bis zum 2. Januar 2013, hatte der Landkreis Rostock Zeit, seinen zweifelsfrei unzulässigen Bescheid zu korrigieren. Doch weder geschah das, noch gab es eine Ablehnung. Die Behörde hat schlicht gar nichts unternommen und den Widerspruch einfach liegengelassen – sieben Monate lang.

Daher bleibt der ECH leider nichts anderes übrig, als ihr gutes Recht vor Gericht zu erstreiten. Sie hat am 7. Mai 2013 eine Untätigkeitsklage vor dem Schweriner Verwaltungsgericht gegen den Landkreis Rostock eingelegt. „Dass die Politik ausgerechnet im Jubiläumsjahr – Heiligendamm wird 220 und das von der ECH wiederaufgebaute Grand Hotel Heiligendamm wird 10 Jahre alt – den weiteren Wiederaufbau des ersten deutschen Seebades immer noch blockiert, ist ein Trauerspiel sondergleichen“, so Heiner Zimmermann. „Den Doberanern, aber auch den in diesem Jahr besonders zahlreichen Touristen kann ich nur zurufen: Wenden Sie sich an die Politiker, die es zu verantworten haben, dass sich die Substanz der historischen Villen am Strand weiter verschlechtert, weil wir nicht sanieren dürfen!“, appelliert der ECH-Geschäftsführer.

Gerade jetzt, wo Deutschlands erstes Seebad ohnehin in schwerem Fahrwasser ist, der ECH als einziger und langjähriger Konstante in Heiligendamm Investitionen in Millionenhöhe zu untersagen, ist in der Tat vollkommen absurd. Da für das Grand Hotel weiterhin kein Käufer gefunden wurde, wäre es umso wichtiger, dass die Behörden wenigstens der ECH erlauben würden, in Heiligendamm weiterzumachen. Warum dies nicht geschieht, bleibt das Geheimnis der Politik. Auch die Doberaner Politiker, denen es in Heiligendamm zu langsam vorangeht, bleiben bemerkenswerterweise stumm. Die Leidtragenden dieser Blockadepolitik stehen hingegen fest: Das historische Heiligendamm und die Menschen in Doberan und der Region, denen Jobs und Wirtschaftskraft verloren gehen.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Bad Doberaner
10. Mai 2013 09:21

Wenn ich das richtig verstehe, blockieren die Politiker jetzt die weitere Sanierung der Perlenkette, weil aus ihrer Sicht für die Wohnungen in den Villen keine “hotelnahen Dienstleistungen” mehr garantiert werden können. Erstens: Woher wollen die das wissen? Der Service muss doch nicht zwingend vom Grand Hotel kommen. Zweitens: Warum spielt das überhaupt so eine Rolle? Geht es nicht in erster Linie darum, dass die Villen wieder schön neu erstrahlen? So wie bereits die Villa Perle? Ich kann nur den Kopf schütteln über diesen ständigen Kinderkram der Politiker. Wer da letztlich die Wohnungen reinigt, ob Personal vom Grand Hotel oder Reinigungskräfte von einem anderen Unternehmen, ist doch nun wirklich sekundär. Ich wünsche mir einen klaren Blick für die Prioritäten in Heiligendamm. Und der Wiederaufbau der Perlenkette hat Priorität. Warum kann irgendein Sesselfurzer im Landkreis hier den Fortschritt mit so lächerlichen Begründungen verhindern?

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