In eigener Sache: Schluss mit Stasi-Schnüffelei!

Missliebige mundtot machen zu wollen – darin war die Stasi meisterlich. Genau das versuchen jetzt Doberaner Politiker und wollen einen unabhängigen Journalisten an den Pranger stellen, weil er eine andere Meinung als sie vertritt.

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Missliebige mundtot machen zu wollen – darin war die Stasi meisterlich. Genau das versuchen jetzt Doberaner Politiker und wollen einen unabhängigen Journalisten an den Pranger stellen, weil er eine andere Meinung als sie vertritt.

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

in ihrem heißblütigen Kampf ist den Heiligendamm-Blockierern jedes Mittel recht. Der „Ostsee Zeitung“ spielten sie jetzt E-Mail-Korrespondenzen zwischen Martin Dostal, freischaffender Reporter des „Stadtanzeigers am Samstag“, und mir zu. Darin nichts Geheimes, sondern Fragen, Antworten und Einschätzungen zu aktuellen Heiligendamm-Themen. So, wie es nun mal zum Alltag von Journalisten und Pressesprechern gehört und etwa auch zwischen „Ostsee Zeitung“ und ECH gute Übung ist.

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Dr. Christian Plöger, Chefredakteur von Zukunft Heiligendamm und Sprecher der ECH. Foto: Georg Lopata für ECH

Jedoch: Herr Dostal teilt in vielen Fragen die Einschätzungen der ECH zu Heiligendamm – und das passt den Blockierern nicht. Alles und jeder, der nicht ihre Meinung vertritt, gilt als verdächtig, gesteuert oder dumm. Entsprechende Beschimpfungen Andersdenkender bis hin zu Tränenausbrüchen sind in Stadtvertretersitzungen  leider regelmäßig an der Tagesordnung. Die Heiligendamm-Blockierer haben die eine Wahrheit und vertreten die reine Lehre – und wer ihr nicht willfährig folgt, wird bekämpft. Mal wird geschnüffelt wie aktuell, mal gibt es fingierte Anrufe und anonyme Drohungen, mal wird in der Nacht Dung vor der Haustür abgeladen.

Wir appellieren daher nachdrücklich an alle, zu den demokratischen Spielregeln zurückzukehren. Presse- und Meinungsfreiheit gehören essentiell dazu, gerade wenn man anderer Auffassung ist. Wer sie Andersdenkenden abspricht und sie diffamiert, hat offenkundig keine Argumente mehr und stellt sich selbst ins Abseits. Das gilt erst recht für gewählte Politiker. Alle können jedenfalls sicher sein: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Auch die beliebte Stasi-Methode, Zwist zu säen und gegeneinander auszuspielen, wird nicht verfangen. Wir werden weiter gegen den Verfall Heiligendamms kämpfen und den Finger in die Wunde legen.

 

Mit herzlichen Grüßen aus Heiligendamm

Dr. Christian Plöger

Chefredakteur von Zukunft Heiligendamm und Sprecher der ECH

 

P.S.: Um festzustellen, wie Martin Dostal die Entwicklung Heiligendamms sieht, muss man sich übrigens gar nicht die Mühe machen, in E-Mails zu schnüffeln. Die regelmäßige Lektüre seiner Artikel im „Stadtanzeiger am Samstag“ (www.am-samstag.de) oder der Besuch seines eigenen Webauftritts zu Heiligendamm, auf den wir von Anfang an einen Link führen, genügt.  Also, schauen Sie mal auf www.zeit-am-meer.de vorbei – es lohnt sich. Denn im Gegensatz zu vielen anderen weiß Herr Dostal, wovon er schreibt, belegt dies mit zahlreichen Quellen und großer Sachkenntnis und macht sich transparent. Und ist, so wie es sich für einen unabhängigen Journalisten gehört, auch vielfach anderer Meinung als wir.

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Inzwischen hat sich auch Herr Dostal zu der unsäglichen Berichterstattung der OZ geäußert. Unfassbar, was da abgelaufen ist:

http://zeit-am-meer.de/martin-d-aus-hohenfelde-in-der-ostsee-zeitung/

Antworten

Wie jemand mit anderen Menschen umgeht, zeigt wer er ist. Dieser ganze Dreck zeigt deutlich, wessen Geistes Kind sie sind. Gemeint sind all jene, die weder den Mut und scheinbar auch nicht die Fähigkeit haben, sich offen einer sachlichen Diskussion zu stellen. Sie haben einen Tunnelblick und können aufgrund Ihrer Erziehung gar nicht anders.

Wenn wir in Bad Doberan das jetzige Niveau in der Auseinandersetzung erreicht haben, wird es Zeit, nicht mehr wegzusehen. Die deutsche Geschichte bietet traurige Kapitel im Umgang mit Andersdenkenden- nicht nur die Stasi.

Die OZ habe ich schon lange abbestellt, weil ich mir dieses Niveau einfach nicht mehr antue. Sie wird gefüttert von genau diesen Leuten wie oben beschrieben.

Antworten
    Thomas Petereit
    15. Februar 2014 20:30

    Ausgerechnet die Ostseezeitung wirft anderen Redakteuren/Zeitungen vor,”Gefälligkeits”-Artikel zu veröffentlichen?
    Die zunehmende Rückverwandlung der OZ in Richtung staatstragendes “Partei-Organ” wie zu DDR-Zeiten dürfte aufmerksamen Lesern nicht entgangen sein. Überregionale Nachrichten werden tendenziös dargestellt, Kommentare und reine Meldungen nicht mehr klar von einander getrennt.
    Die ausgewogene und realistische Berichterstattung über Heiligendamm von Martin Dostal passt offensichtlich nicht in die OZ-Linie (früher “Parteilinie”) und muss deshalb offensiv bekämpft werden.

    Thomas Petereit

    Antworten

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