Förderer Heiligendamms: Nachruf für Eckhard Paap

Eckhard Paap ist gestorben. Die Menschen in und um Heiligendamm haben mit ihm einen verlässlichen Freund und engagierten Förderer verloren. Hans Schlag von der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) erinnert in seinem Nachruf an “Ecki” und seinen Einsatz für Heiligendamm.

Eckhard Paap ist gestorben. Die Menschen in und um Heiligendamm haben mit ihm einen verlässlichen Freund und engagierten Förderer verloren. Hans Schlag von der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) erinnert in seinem Nachruf an “Ecki” und seinen Einsatz für Heiligendamm.

Er wird uns fehlen – und bei jedem von uns auf eine andere Art. Eckhard Paap war unser Nachbar, aber er war viel mehr. Heiligendamm, die hier lebenden Menschen, unser Alltag, hatten mit ihm ein Gesicht. Und seine Präsenz war überwältigend: Nichts, wozu “Ecki”, wie wir ihn alle nannten, nicht Geschichten gewusst, nichts, wozu er nicht etwas beizutragen hatte. Und damit war er in den vielen Jahren Teil unseres Denkens geworden, Teil unserer täglichen Arbeit.

Seine Umtriebigkeit, sein Temperament und seine Beharrlichkeit waren unglaublich. Krankheiten, Beschwerden, mit denen er sich immer wieder herumplagte, hinderten ihn nicht, um die Dinge zu kämpfen, die ihm wichtig waren. Hatte man ihn zum Verbündeten, wusste man, dass man sich auf ihn verlassen kann. Hatte man Meinungsverschiedenheiten, gab Ecki nicht eher Ruhe, als bis die ausdiskutiert waren. Seine Direktheit, seine Offenheit und sein unerschütterlicher Glaube daran, dass menschliches Tun vernunftgesteuert sein sollte, ließen ihn unermüdlich für seine Ziele eintreten.

 

Eckart Paap in Heiligendamm

Eckhard Paap hat sich besonders für den Erhalt der beiden Waldkirchen in Heiligendamm eingesetzt. Foto: Kirsten Brasche-Salinger

Eckhard Paap verstand es wie kaum ein anderer, seine Netzwerke aufzubauen, Menschen miteinander zu verbinden, zu motivieren, um gemeinsam Ziele zu erreichen. Die Handwerker, mit denen er sich stets besonders verbunden fühlte, aber auch der von ihm ins Leben gerufenen “Freundeskreis Heiligendamm”, und auch das erst 2009 entstandene “Bündnis für Bad Doberan” – in diesen Gruppen engagierte er sich, regte an, drängte auch schon mal, wenn ihm etwas zu langsam ging. Immer war er dabei, wenn es um sein Heiligendamm ging – und sein Heiligendamm war das Ganze: Zuvorderst die beiden Waldkirchen, deren Erhalt er zu seinem ganz persönlichen Ziel gemacht hat, aber auch das Hotel, die Gäste Heiligendamms, die Gärten, die Wälder, die Wege.

Stolz war Ecki, wenn etwas fertig wurde, wenn es wieder erstrahlte, und unendlich traurig, aber auch wütend konnte er sein, wenn jemand Schaden angerichtet, randaliert, etwas kaputt gemacht hatte. Und immer war es ein bisschen so, dass seine Begeisterung ansteckte, man sich ihm nicht entziehen, ihm nicht ausweichen konnte – und sich mitfreuen musste, wenn er erreicht hatte, was zu erreichen er sich vorgenommen hatte. Ecki teilte, Freude wie auch Leid, gern, und das verband uns über die vielen Jahre des gemeinsamen Arbeitens, des miteinander und füreinander lebens.

Eckhard Paap hinterlässt eine Lücke. Sein Denken, seine Unrast, seine Beharrlichkeit werden in uns weiterleben, werden uns Ansporn sein, seinen Weg weiter zu gehen. Seine Ziele waren und sind unsere Ziele. Bewahren wir die Erinnerung an ihn dadurch, dass wir sie zu erreichen streben.

Hans Schlag im Namen der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH)

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